Winkelfehlsichtigkeit

Prismabrille? OPTIKER KRAUSS

Die einzige Methode, eine Winkelfehlsichtigkeit zu entdecken und deren Ausmaß zu beurteilen, liegt in der Mess- und Korrektionsmethodik nach Hans-Joachim Haase (MKH) – oder anders ausgedrückt: eine Winkelfehlsichtigkeit wird nur dann festgestellt, wenn dies mit dem Verfahren der MKH durchgeführt wird.

Die Messung erfolgt durch ein binokulares Polatest-Verfahren mit gleichbleibendem Dissoziationsgrad der Firma Zeiss, bei dem die Fusion nicht vollständig aufgehoben wird (assoziierendes Verfahren). Insbesondere das Anbieten von Stereobildern gehört hier zum entscheidenden Untersuchungsablauf.

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WINKELFEHLSICHTIGKEIT – Allgemeine Infos

In der Augenoptik wird unter Winkelfehlsichtigkeit ein verstecktes oder latentes Schielen verstanden. Im Unterschied zu anderen latenten Schielformen wird die Winkelfehlsichtigkeit ausschließlich durch eine von Hans-Joachim Haase entwickelte Untersuchungsmethode festgestellt und gemessen.

Die Behandlungsempfehlung für diese Art von Schielen beschränkt sich ausschließlich auf den Einsatz spezieller Prismengläser. Dieses Verfahren wird als MKH, Mess- und Korrektionsmethodik nach Hans-Joachim Haase, bezeichnet. Die Fachwelt von Augenärzten, Orthoptisten und Augenoptikern ist bezüglich dieser Methode stark umstritten, und es wird kontrovers darüber diskutiert.

Der Begriff "Winkelfehlsichtigkeit" wurde in der optometrischen Terminologie seit 1993 eingeführt, während er in der wissenschaftlich fundierten Optik nicht gebräuchlich ist. In Beratungsgesprächen hat sich die Verwendung dieser Bezeichnung als nützlich erwiesen, da einfache und anschauliche Bezeichnungen (z. B. Myopie für Kurzsichtigkeit, Katarakt für grauer Star) die Kommunikation mit dem Kunden erleichtern sollen.

Zusätzlich wird vermieden, den medizinischen Begriff "Heterophorie" als "verstecktes Schielen" zu verwenden, und stattdessen wird dem Kunden eine eher optisch-funktionale Perspektive durch den Zusatz "Fehlsichtigkeit" vermittelt. Laut dem ‚Wörterbuch der Optometrie‘ haben die Begriffe ‚Winkelfehlsichtigkeit‘ und ‚assoziierte Heterophorie‘ die gleiche Bedeutung, sodass beide Bezeichnungen nach Bedarf verwendet werden können.

WINKELFEHLSICHTIGKEIT – Begriffsklärung

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Der Begriff "Winkelfehlsichtigkeit" ist in der Augenoptik ein nicht wissenschaftlich anerkannter Begriff, der eine Störung des beidäugigen Sehens beschreiben soll und sich von optischen Problemen wie Kurz- oder Weitsichtigkeit unterscheidet.

Das Hauptmerkmal dieser Störung wird als "Bildlagefehler" bezeichnet, der auf eine Abweichung der beiden Sehachsen voneinander zurückgeführt wird. Dies bedeutet, dass Bilder von Objekten, die eine Person betrachtet, nicht exakt auf miteinander korrespondierende Netzhautstellen in beiden Augen projiziert werden, sondern geringfügig voneinander abweichen.

Die Verfechter dieses Begriffs vermuten, dass die äußeren Augenmuskeln des rechten und linken Auges unterschiedlich lang sind und dass eine Innervationsstörung dieser Muskeln vorliegt.

Betroffene Personen versuchen, diese Abweichung selbst zu kompensieren, was zu spezifischen Beschwerden führen kann, die als "Asthenopie" bezeichnet werden. Diese Beschwerden können Kopfschmerzen, Schwindel, Augenbrennen, Doppelbilder, Nackensteifheit, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche umfassen. Einige Anhänger dieses Verfahrens vermuten auch eine Verbindung zwischen Winkelfehlsichtigkeit und Legasthenie sowie zwischen Winkelfehlsichtigkeit und ADHS. Zur Korrektur der Winkelfehlsichtigkeit werden Prismengläser verwendet, die die Fehlstellung der Augen korrigieren und so die Beschwerden lindern oder beseitigen sollen. Winkelfehlsichtigkeit wird nicht als eigenständige Diagnose mit Krankheitswert betrachtet, sondern als korrekturbedürftiger Sehfehler, ähnlich wie Kurz- oder Weitsichtigkeit.

Die Winkelfehlsichtigkeit ist eine Form der assoziierten Heterophorie und wird ausschließlich anhand der Mess- und Korrektionsmethodik nach Hans-Joachim Haase (MKH) bestimmt. Die MKH umfasst die erforderlichen Testverfahren und die Auswertung der Ergebnisse und ist in den "Richtlinien zur Korrektion von Winkelfehlsichtigkeit" der Internationalen Vereinigung für Binokulares Sehen (IVBS) beschrieben. Anmerkung: Hans-Joachim Haase, Uhrmacher und Optiker, entwickelte seit den Fünfzigerjahren an der ehemaligen Fachschule für Optik und Fototechnik in Berlin diese spezielle Untersuchungs- und Korrektionsmethodik.

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