Wissenswertes zur Winkelfehlsichtigkeit

Als Winkelfehlsichtigkeit (med.: Heterophorie) bezeichnet man in der Augenoptik ein verstecktes (latentes) Schielen. Dabei kommt es zu einer minimalen Abweichung beim zwei-äugigen stereoskopischen Sehen, dem sogenannten räumlichen Sehen. Die Heterophorie gilt nicht als Krankheit im eigentlichen Sinne wie ab und an geschrieben, sondern ist eher als Fehlsichtigkeit oder Sehschwäche. Theoretisch ist auch jedes sichtbare Schielen eine Winkelfehlsichtigkeit. In solchen Fällen hat sich aber der Begriff Schielen im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt.

„Winkelfehlsichtigkeit“ – Was ist das eigentlich?

Der Begriff als solches ist wissenschaftlich umstritten und oft auch nicht ganz klar umrissen. Die Meinungen gehen doch um einiges auseinander.  Es gibt wenige Beschreibnungen, die unter Augenoptikern und Augenärzten so umstritten ist, wie der Begriff der „Winkelsichtigkeit“. Anders als zu Beispiel bei einer messbaren Hornhautverkrümmung sind Augenoptiker und Augenarzt immer auf die subjektiven Seheindrücke und -schilderungen von Patienten angewiesen, als auch auf erprobte Messmethoden. Daher gehört auch die richtige Fragetaktik, ehrliche Patientenantworten und jahrelange Erfahrung zu den wichtigen „Stellschrauben“, um die „Problematik einzugrenzen.

Bei den Symptomen einer Winkelfehlsichtigkeit handelt es sich in der Regel um Auffälligkeiten und Symptome, die aus den fehlerhaften Belastungen der Augen entstehen. Oft nehmen diese Symptome im Laufe des Tages oder bei visueller Belastung oder kleinteiligen Aufgaben wie Lesen/Schreiben/Basteln zu. Dabei kommt es bei einer Heterophorie, ähnliche wie bei einem sichtbaren Schielen, meist zu folgenden Beschwerden:

  • Unwohlsein
  • schnelles Ermüden
  • verschwommenes Sehen
  • Kopfschmerzen
  • Wahrnehmung von Doppelbildern, gerade im Nahbereich treten diese auf
  • gerötete und tränende Augen, sowie schwere Augenlider

Die Ursache einer Winkelfehlsichtigkeit liegt in einer Störung des beidäugigen Sehens. Beide Augen sind in diesem Fall minimal asynchron. Man geht davon aus, das kleinere und größere Heterophorien bei ca. 80% der Menschen zu finden sind, aber längst nicht von allen als Störung wahrgenommen werden.

Bei einer Winkelfehlsichtigkeit ist das optimale Zusammenspiel (Synchronität) beider Augen gestört und es kann kein einheitliches Bild aus den Seheindrücken beider Augen erzeugt werden. Im Normalfall müssten dafür beide Seheindrücke auf übereinstimmenden Netzhautstellen in dem jeweiligen Auge abgebildet werden, was bei einer Winkelfehlsichtigkeit nicht gegeben ist.

Winkelfehlichtigkeit und Prismenbrillen sind kein einfaches Thema. Sie wollen gern und wieder RICHTIG SEHEN? Dann lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt und uns gern beraten. Seit vielen Jahren sind wir im Bereich der Anfertigung von Prismenbrillen aktiv. Fragen Sie uns und unsere Patietnten/Kunden nach Erfahrungen. Vereinbaren Sie gern ein Beratungsgespräch in einer unserer 4 Berliner Filialen.